So baust du einen rotierenden Putzplan, den deine Mitbewohner wirklich einhalten
In jeder WG läuft dieselbe Geschichte ab. Im ersten Monat putzen alle. Im dritten Monat spült eine Person jeden Abend das Geschirr und baut still und leise Groll auf. Das Problem sind fast nie faule Mitbewohner. Das Problem ist, dass sich niemand auf ein System geeinigt hat, und so wird die ordentlichste Person zum System.
Ein rotierender Putzplan löst das, weil er die tägliche Verhandlung abschafft. Niemand entscheidet, wer diese Woche das Bad putzt. Der Plan entscheidet.
Schritt 1: Schreib die echten Aufgaben auf, nicht die idealen
Setzt euch ein einziges Mal zusammen und schreibt nur die Haushaltsaufgaben auf, die tatsächlich für Reibung sorgen. In den meisten Wohnungen ist diese Liste kurz:
- Geschirr und Küchenarbeitsflächen
- Müll und Recycling
- Bad putzen
- Böden und Gemeinschaftsräume
- Gemeinsame Vorräte einkaufen
Lass die Wunschaufgaben weg, die gerade ohnehin niemand erledigt. Ein Plan voller Aufgaben, die vorher keiner gemacht hat, ist ein Plan, den in Woche zwei alle aufgeben.
Schritt 2: Wochenschichten statt Tagesschichten
Tägliche Rotationen brechen beim ersten Mal zusammen, wenn jemand länger arbeiten muss. Wochenschichten verzeihen: Wenn der Dienstag schiefgeht, bleibt noch Zeit, es aufzuholen, bevor die Schicht weiterwandert. Eine Person hat diese Woche die Küche, eine andere das Bad, und sonntags werden die Rollen getauscht.
Schritt 3: Verteile den Aufwand, nicht die Anzahl der Aufgaben
Das Bad zu putzen ist nicht dasselbe wie den Müll rauszubringen. Fass kleine Aufgaben zu Paketen zusammen, damit jeder Platz im Plan pro Woche ungefähr gleich viel Aufwand bedeutet. Eine faire Aufteilung nach Aufwand zählt mehr als eine faire Aufteilung nach Anzahl, und genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Plan, der einen Monat hält, und einem, der ein Jahr hält.
Schritt 4: Mach ihn sichtbar
Ein Plan, der nur im Kopf einer Person existiert, ist kein System, sondern diese Person beim Nörgeln. Häng den Plan dorthin, wo ihn alle sehen, ohne fragen zu müssen. Ein Whiteboard funktioniert. Eine angepinnte Nachricht im Gruppenchat funktioniert eine Weile. Beide scheitern auf dieselbe Art: Niemand hält sie aktuell, und nach einer ausgefallenen Woche weiß keiner mehr, wer dran war.
Schritt 5: Automatisiere die Rotation
Hier verdient sich eine App ihren Platz. In Taskeon legst du eine Gruppe für eure Wohnung an, fügst jede Haushaltsaufgabe als wiederkehrende Aufgabe hinzu und schaltest die Rotation ein. Jede Woche weist die App jede Aufgabe automatisch der nächsten Person zu. Niemand führt Buch und niemand muss hinterherlaufen, weil die Zuweisung mit einer Erinnerung vor dem Fälligkeitstermin auf dem Handy jeder Person auftaucht.
Zwei Funktionen wiegen schwerer, als man erwartet:
- Fotonachweis. Eine Aufgabe als erledigt zu markieren kann ein schnelles Foto voraussetzen. Das klingt streng, beendet in der Praxis aber ein für alle Mal die Diskussion „Ich habe doch geputzt, du hast es nur nicht gemerkt“.
- Serien. Die Gruppe hält eine gemeinsame Serie für alle Wochen, die ihr durchzieht. Eine Serie zu verlieren, an der ihr zwei Monate gebaut habt, motiviert am Ende besser als jedes WG-Meeting.
Was tun, wenn jemand hinterherhinkt
Das passiert. Die hilfreiche Antwort steckt schon im System: Die Aufgabe bleibt dieser Person zugewiesen, überfällig und für alle sichtbar. Die meisten Leute kriegen die Kurve von selbst, wenn das Erinnern vom System kommt und nicht von einem Mitbewohner. Wenn jemand dauerhaft hinterherhinkt, ist das ein Gespräch über einen unfairen Plan, und neu austariert wird der Aufwand, nicht die Schuld.
Fang diese Woche an
Legt die Liste fest, einigt euch auf Wochenschichten und hängt sie dorthin, wo alle sie sehen. Wenn Rotation, Erinnerungen und Nachweise für euch übernommen werden sollen, dann startest du mit Taskeon kostenlos auf iPhone und Android, und genau dafür wurde die App gebaut.